Aufbewahrung

Ausmisten und Ordnung halten

12 Quellen
Kurz gesagt

Ausmisten in einem Rutsch mit einer klaren Methode (Kisten, 12-Monats-Regel), danach Ordnung halten mit „One in, one out“. Tragbare, saubere Kleidung und Heimtextilien gehören in den Altkleidercontainer; für kaputte oder stark verschmutzte Textilien widersprechen sich die Quellen seit der Getrenntsammlungspflicht 2025 (Verbraucherzentrale: Restmüll; Umweltbundesamt: nicht mehr in den Restmüll, beim örtlichen Entsorger nachfragen) – also die Regel der eigenen Kommune prüfen.

Methoden im Überblick

Methode So geht's Gut für
Kistenmethode (3 oder 4 Kisten) Jedes Teil in die Hand nehmen und sofort zuordnen: Behalten · Weggeben (Spenden/Verkaufen) · Entsorgen · ggf. Unentschieden. Unentschieden-Karton mit Bestandsliste beschriften; nach einigen Monaten prüfen: Hat etwas gefehlt? Wenn nein, weggeben (Utopia). großes Ausmisten, Umzug
12-Monats-Regel Was seit 12 Monaten (einem vollen Jahreszyklus) nicht getragen/benutzt wurde, kommt weg – Ausnahmen: Festkleidung, Notfallausrüstung, Erinnerungsstücke (gängige Praxis, nicht geprüft). Kleiderschrank, Küchengeräte
One in, one out Für jedes neue Teil geht ein altes – möglichst verkaufen, spenden oder umnutzen. Eher als Dauerregel nach dem großen Ausmisten. Zum Verkleinern: „one in, two out“. Ordnung halten
Bügel-Trick Zum Jahresanfang alle Bügel verkehrt herum aufhängen; nach dem Tragen richtig herum zurückhängen. Nach einem Jahr zeigt sich, was nie getragen wurde (Utopia). Kleiderschrank
KonMari Nach Kategorien statt Räumen (Kleidung → Bücher → Papiere → Kleinkram → Erinnerungsstücke), alles einer Kategorie aus der ganzen Wohnung auf einen Haufen; behalten, was „Freude macht“; mit der leichtesten Kategorie beginnen (Utopia). Neustart
12-12-12 12 Dinge wegwerfen, 12 spenden, 12 an ihren Platz zurückbringen (nicht geprüft). kleine tägliche Runden

Für 12-Monats-Regel und 12-12-12 wurde keine erreichbare Quelle gefunden; Kisten-, Bügel- und KonMari-Methode beschreibt Utopia.

Schritt für Schritt: Kleiderschrank ausmisten

  1. Zeit blocken (2–3 Stunden), vier Kisten/Tüten bereitstellen.
  2. Alles ausräumen, Schrank auswischen und aussaugen (Mottenkontrolle, siehe Kleiderschrank organisieren).
  3. Jedes Teil prüfen: Passt es? Getragen in den letzten 12 Monaten? Kaputt (reparierbar → Reparaturkiste mit Termin)?
  4. Zuordnen: Behalten / Spenden-Verkaufen / Altkleider / Restmüll.
  5. Einräumen nach Kleidung hängen oder falten?.
  6. Weggabe-Kisten sofort ins Auto oder zur Tür – nicht wochenlang im Flur stehen lassen (Erfahrungswert).

Wohin mit aussortierten Dingen?

Zustand Weg
Gut erhalten, modern, Markenware Verkaufen: Flohmarkt, Second-Hand-Laden, Online-Plattformen, Kleiderbasar
Tragbar, sauber Spenden: Kleiderkammer, Sozialkaufhaus, Kleiderstube (direkt vor Ort am meisten Nutzen), oder Altkleidercontainer
Bettwäsche, Handtücher, Tischdecken, Gardinen (sauber) ebenfalls in die Altkleidersammlung (Umweltbundesamt nennt Bettwäsche ausdrücklich als Alttextil)
Kaputt, verschlissen, stark verschmutzt nicht in den Altkleidercontainer. Verbraucherzentrale: Restmüll; Umweltbundesamt: seit 2025 nicht mehr in den Restmüll, beim örtlichen Entsorger nach dem Sammelweg fragen (teils Container auf dem Wertstoffhof) – siehe unten
Schuhe tragbare Schuhe an den Schnürsenkeln paarweise zusammengebunden in die Altkleidersammlung; defekte Schuhe in den Restmüll (nicht recyclingfähig) – vorher Reparatur prüfen (Verbraucherzentrale)
Elektrogeräte, Batterien → Sondermuell-und-Rueckgabe</td> </tr> </tbody> </table></div> <h3>Altkleidercontainer: Was gilt seit 2025?</h3> <p>Seit dem <strong>1. Januar 2025</strong> gilt in der EU und damit in Deutschland eine <strong>Getrenntsammlungspflicht für Textilabfälle</strong> aus privaten Haushalten (Kreislaufwirtschaftsgesetz; DRK). Wie sie umgesetzt wird, regeln Länder und Kommunen (öffentlich-rechtliche Entsorger) – entsprechend uneinheitlich sind die Sammelwege. Etablierte Containersammlungen (z. B. DRK) stehen dadurch teils unter Druck (DRK).</p> <ul> <li><strong>In den Container:</strong> saubere, tragbare Kleidung, Schuhe (paarweise), Heimtextilien wie Bettwäsche, Handtücher, Tischdecken, Gardinen – <strong>in einer verschlossenen Tüte</strong>, damit nichts nass oder schmutzig wird.</li> <li><strong>Nicht in den Container:</strong> nasse, verschimmelte, stark verschmutzte (z. B. mit Öl, Farbe) oder beschädigte Textilien – sie verschmutzen gut erhaltene Kleidung und verursachen den Sammlern Entsorgungskosten (DRK: beschädigte/verschmutzte Textilien weiterhin getrennt von gut erhaltenen entsorgen).</li> <li><strong>Widerspruch – wohin mit Kaputtem?</strong> Die <strong>Verbraucherzentrale</strong> (Stand April 2025): „Lediglich Kleidung, die stark verschmutzt oder kaputt ist, gehört in die Restmülltonne.“ Die Verbraucherzentrale Hamburg begründet: Eine getrennte Sammlung beschädigter Textilien sei derzeit weder ökologisch sinnvoll noch technisch realisierbar. Das <strong>Umweltbundesamt</strong>: Seit 2025 dürfen Alttextilien wie Kleidung oder Bettwäsche nicht mehr in den Restmüll; für nicht mehr tragbare Textilien beim örtlichen Entsorger nachfragen. Praktisch: Gibt die Kommune keinen eigenen Sammelweg für kaputte Textilien vor, landen sie bislang meist im Restmüll – <strong>nie</strong> im Altkleidercontainer.</li> <li><strong>Tragbares:</strong> Weil es vielerorts noch keine anderen Sammelwege gibt, tragbare Textilien wie bisher in den Altkleidercontainer (Umweltbundesamt).</li> <li><strong>Regional prüfen:</strong> Manche Kommunen stellen auf dem Wertstoffhof getrennte Container für brauchbare und kaputte Textilien bereit. Website des örtlichen Entsorgers ansehen.</li> <li><strong>Containerbetreiber prüfen:</strong> Gemeinnützige Sammler (z. B. DRK, deren Container mit Name und Adresse gekennzeichnet sind) oder kommunale Container bevorzugen; daneben gibt es kommerzielle und illegal aufgestellte Container (DRK). Bei gewerblichen Sammlern auf das <strong>bvse-Qualitätssiegel Textilsammlung</strong> mit Kontaktdaten achten (Verbraucherzentrale). Direkte Spende an Kleiderkammern oder Sozialkaufhäuser (z. B. Oxfam, Caritas, Diakonie) kommt Bedürftigen vor Ort zugute (Verbraucherzentrale). Allgemeine Mülltrennung: [[[WL:Muelltrennung.

Ordnung halten

  • Jedes Ding hat einen festen Platz – was keinen hat, ist ein Ausmist-Kandidat (gängige Praxis).
  • One in, one out als Dauerregel.
  • 10-Minuten-Runde am Abend: Liegengebliebenes zurückräumen.
  • Ablageflächen frei halten (Stuhl, Kommode = „Kleiderstuhl“) – Getragenes, das noch nicht in die Wäsche muss, an einen Haken hängen.
  • Zweimal im Jahr beim Saisonwechsel aussortieren (Saisonale Einlagerung); Unterlagen einmal jährlich (Dokumente aufbewahren).
  • Putzplan-Termine nutzen: Vierteljährliche und halbjährliche Putzaufgaben.

Häufige Fehler

  • Raum für Raum statt Kategorie für Kategorie → dieselbe Sorte Dinge liegt an fünf Orten.
  • Neue Aufbewahrungsboxen kaufen, bevor ausgemistet ist.
  • Spendensäcke monatelang im Keller.
  • Kaputte, nasse Textilien in den Altkleidercontainer.

Siehe auch

Quellen 12

Nicht geprüft (Seite nicht erreichbar):

Stand November 2026 · 105 Notizen · 1758 Quellenangaben · Angaben ohne Gewähr, im Zweifel Herstellerangaben und örtliche Regeln beachten.