Sonstiges

Wasser sparen

Mit Abschnitt „Nur Deutschland“13 Quellen
Kurz gesagt

Das meiste Wasser im Haushalt geht für Toilette und Körperpflege drauf. Am meisten Geld und Energie spart warmes Wasser: Sparduschkopf, kürzer duschen, Spülmaschine statt Handspülen und volle Waschmaschine (in Deutschland rund 121–126 Liter pro Kopf und Tag).

Wie viel ist normal?

Größte Posten: Toilettenspülung und Körperpflege (Duschen, Baden), danach Wäsche, Geschirr, Putzen, Garten. Trinken und Kochen machen nur wenige Liter aus. Durchschnittswerte pro Kopf unterscheiden sich je nach Land → deutsche Zahlen siehe Abschnitt Nur Deutschland.

Warum sparen? Teuer und klimarelevant ist vor allem Warmwasser, weil zum Wasserpreis die Energie fürs Erwärmen kommt – mit Strom erwärmt mehr als mit Gas. Spartipps fürs Warmwasser bringen am meisten. Wasserpreise sind örtlich sehr verschieden.

Bad und Dusche

  • Sparduschkopf: 6–9 l/min (UBA; co2online: 6–7 l/min) statt 12–15 l/min bei herkömmlichen Brausen – halbiert Verbrauch und Kosten etwa. Selbst messen: Eimer 10 Sekunden füllen, Liter × 6 = l/min.
  • Duschen statt Baden: Eine Badewanne fasst 150–200 Liter, Duschen braucht im Schnitt 70 Liter (co2online); Duschen statt Baden spart im Schnitt rund 100 Liter (Verbraucherzentrale). Wer länger als 10 Minuten mit 15 l/min duscht, verbraucht mehr als ein Bad (UBA).
  • Wasser beim Einseifen, Haarewaschen-Einwirken, Zähneputzen und Rasieren abdrehen.
  • Perlatoren (Strahlregler) an Waschbecken- und Küchenarmaturen: können bis zur Hälfte des Wasserverbrauchs sparen (co2online). Alle paar Monate entkalken.
  • Einhebelmischer in Mittelstellung zieht warmes Wasser – Hebel nach rechts (kalt) stellen (Verbraucherzentrale).

Toilette

  • Spar- oder Stopptaste nutzen: Sparspülkasten 6 l, mit Spartaste 3 l, herkömmlicher Spülkasten 9–12 l pro Spülung (co2online).
  • Alte Spülkästen ohne Spartaste: Wasserstopp nachrüsten.
  • Tropfende oder nachlaufende Spülung sofort reparieren lassen – Test: Toilettenpapier hinten an die trockene Schüsselwand legen; wird es nass, läuft Wasser nach.
  • Keine Abfälle in die Toilette (Feuchttücher, Essensreste, Medikamente, Katzenstreu).

Küche

  • Spülmaschine voll beladen mit Eco-Programm braucht weniger Wasser und Energie als Spülen von Hand unter fließendem Wasser. Nicht vorspülen, nur grobe Reste abkratzen.
  • Von Hand: Becken mit Wasser füllen statt unter laufendem Hahn spülen.
  • Obst und Gemüse in einer Schüssel waschen, das Wasser für Pflanzen nutzen.
  • Nudelwasser: so viel wie nötig, Deckel drauf (spart auch Energie).

Wäsche

  • Waschmaschine voll beladen, Eco-Programm, Vorwäsche nur bei starker Verschmutzung.
  • Beim Neukauf auf niedrige Verbrauchswerte achten: nicht mehr als 10–12 Liter pro Kilo Wäsche (Verbraucherzentrale); pro Waschgang sollten Maschinen bis 6 kg nicht mehr als ca. 40 l, mit 7–8 kg nicht mehr als 50 l und mit 10 kg nicht mehr als 60 l brauchen (co2online). Je nach Programm und Beladung liegen auch effiziente Geräte (Klasse A) zwischen 35 und 115 l pro Durchgang – am sparsamsten im Eco-Programm, am meisten bei Baumwolle mit Vorwäsche (ÖKO-TEST).
  • Mehr: Waschmaschine aufstellen und sparsam waschen

Garten und Balkon

  • Morgens oder abends gießen (weniger Verdunstung), lieber selten und durchdringend.
  • Regentonne für Gieß-, Putz- und Autowasser.
  • Mulchen hält den Boden feucht.

Lecks finden

  1. Abends Wasserzählerstand notieren (oder kleinstes Rädchen beobachten).
  2. Nachts kein Wasser zapfen, morgens erneut ablesen.
  3. Hat sich der Zähler bewegt, gibt es ein Leck (Toilette, tropfender Hahn, Leitung). Ein tropfender Hahn verliert rund 10 Liter in 24 Stunden (Verbraucherzentrale) – also mehrere tausend Liter pro Jahr.

Achtung: Warmwasser zum Sparen nicht dauerhaft unter 60 °C am Speicher absenken – Legionellengefahr. Details in Heizen und Heizkosten.

Häufige Fehler

  • Wasser beim Zähneputzen laufen lassen.
  • Geschirr unter fließend heißem Wasser vorspülen, bevor es in die Spülmaschine kommt.
  • Halbvolle Spül- oder Waschmaschine.
  • Undichte Toilettenspülung ignorieren.

Nur Deutschland

Gilt nur für Deutschland bzw. hängt von Ort, Mietvertrag oder Gemeinde ab. Im Ausland die örtlichen Regeln prüfen.

Verbrauch und Statistik

Jahr Pro-Kopf-Verbrauch (Haushalte und Kleingewerbe) Quelle
1991 144 l/Tag UBA
2022 126 l/Tag UBA
2023 123 l/Tag BDEW (laut co2online)

Die Verbraucherzentrale nennt 121 l pro Kopf und Tag; als sparsam gelten 70–100 l, mehr als 130 l ist zu viel. Größte Posten laut co2online: Toilettenspülung und Körperpflege (Duschen, Baden) – laut Baunetz Wissen knapp 40 % Körperpflege und knapp 30 % Toilette, danach Wäsche, Geschirr, Putzen, Garten. Trinken und Kochen machen nur wenige Liter aus.

Warum sparen? Kaltwasser ist in Deutschland vergleichsweise günstig (inkl. Abwasser ca. 4,40 € pro m³, co2online); teuer und klimarelevant ist Warmwasser: Mit Gas erwärmt kostet ein Liter etwa 2,5-mal, mit Strom etwa 4-mal so viel wie Kaltwasser (co2online). Spartipps fürs Warmwasser bringen am meisten.

Preise

  • Perlatoren mit Durchflussbegrenzer kosten rund 5 € (Verbraucherzentrale).
  • Wasserstopp für alte Spülkästen: ca. 5–15 € (Verbraucherzentrale).

Siehe auch

Quellen 13

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