Geschenke
19 Quellen
Kurz gesagt
Das Budget richtet sich nach Nähe der Beziehung und eigenen Möglichkeiten, nicht nach Erwartung. Geld schenken ist bei Hochzeiten in Deutschland üblich (Faustregel: mindestens die eigenen „Gedeckkosten“, oft 50–100 € pro Person). Geschenke nimmt man mit Dank an; Umtausch ist kein No-Go, bei nahestehenden Menschen aber vorher unter vier Augen ansprechen, nie vor anderen kritisieren.
Anlässe und Budget (Richtwerte)
| Anlass | Nähe | Richtwert |
|---|---|---|
| Geburtstag | Kolleg/innen (Sammelgeschenk) | 2–5 € pro Person |
| Geburtstag | Freunde | 15–50 € |
| Abendessen-Einladung | – | 10–20 € (siehe Als-Gast</td>
</tr>
<tr>
<td>Einzug</td>
<td>Freunde, Nachbarn</td>
<td>Brot und Salz + Kleinigkeit, 10–30 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Geburt</td>
<td>Freunde</td>
<td>20–50 € oder praktische Hilfe/Essen</td>
</tr>
<tr>
<td>Hochzeit</td>
<td>Kolleg/innen, Nachbarn</td>
<td>20–50 € pro Person</td>
</tr>
<tr>
<td>Hochzeit</td>
<td>Freunde, Bekannte</td>
<td>30–100 € pro Person</td>
</tr>
<tr>
<td>Hochzeit</td>
<td>enge Freunde, nahe Verwandte</td>
<td>50–150 € pro Person</td>
</tr>
<tr>
<td>Hochzeit</td>
<td>enge Familie</td>
<td>100–300 € pro Person</td>
</tr>
<tr>
<td>Hochzeit</td>
<td>Trauzeugen</td>
<td>75–250 €</td>
</tr>
</tbody>
</table></div>
<p>Die Hochzeitswerte stammen aus Bank- und Zeitungsratgebern und <strong>gehen auseinander</strong>; die ING betont, dass es keine verbindlichen Beträge gibt und das eigene Einkommen eine Rolle spielt. Die anderen Werte sind Erfahrungswerte.</p>
<h2>Geld schenken</h2>
<ul>
<li><strong>Hochzeit:</strong> Viele Paare wünschen sich heute Geld, weil der Hausstand schon komplett ist. Faustregel (auch laut Knigge-Rat): etwa so viel, wie das Paar pro Person für die Hochzeit ausgibt; nahe Angehörige, Trauzeugen und beste Freunde geben mehr als Nachbarn oder Schulfreunde. Ratgeber nennen 35–80 € bzw. 50–100 €, teils 100–150 € pro Person (nicht geprüft). Als Paar eingeladen → Betrag ungefähr verdoppeln.</li>
<li><strong>Wunschliste/Hochzeitstisch:</strong> Hat das Paar eine, daran halten.</li>
<li><strong>Geburtstag/Kinder:</strong> Geld bei Jugendlichen und Erwachsenen mit konkretem Sparziel üblich; bei Kindern lieber Gutschein für ein Erlebnis.</li>
<li><strong>Präsentation:</strong> Nicht lose im Umschlag ohne Karte. Karte mit persönlichem Text, ggf. kreativ verpackt (gefaltete Scheine, kleines Symbol für den Verwendungszweck) – der Knigge-Rat betont, dass auch Geldgeschenke „mit viel Kreativität, Liebe und Humor“ verpackt werden können.</li>
<li><strong>Im Job:</strong> Vorgesetzten schenkt man kein Geld; üblich sind Sammelgeschenke des Teams. Grundsatz des Knigge-Rats: Je geschäftlicher die Beziehung, desto eher gilt „weniger ist mehr“ – und desto transparenter sollte geschenkt werden; der Unterschied zwischen Geschenk und Bestechung liegt in der Angemessenheit zur Beziehung.</li>
</ul>
<blockquote class="warn"><p> <strong>Achtung:</strong> Beschäftigte im öffentlichen Dienst und viele Firmen-Angestellte (Compliance) dürfen Geschenke nur bis zu geringen Wertgrenzen annehmen. Bei Ärzt/innen, Lehrkräften, Pflegepersonal lieber Pralinen fürs Team als Geld.</p>
</blockquote>
<h2>Verpackung</h2>
<ul>
<li>Preisschild entfernen; Kassenbon (Geschenkbeleg) separat beilegen oder auf Nachfrage geben.</li>
<li>Nachhaltig: Stoff (Furoshiki), Zeitungspapier, wiederverwendbare Tüten, Geschenkpapier ohne Glitzer/Folie (lässt sich als Altpapier entsorgen, siehe [[[WL:Muelltrennung).
Geschenke annehmen
Hochzeit
Geburt
Einzug
Häufige Fehler
Siehe auch: Besondere Anlässe, Als Gast Quellen 19
Nicht geprüft (Seite nicht erreichbar):
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